Zitate

Auf dieser Seite zitiere ich Aussprüche, Sätze oder Texte berühmter oder weniger berühmter ZeitgenosseInnen, die mich weitergebracht haben, die ich lustig oder interessant finde. Sofern ich sie kenne, gebe ich auch die Quelle an, selbst wenn dadurch offensichtlich wird, in welchen Niederungen der Literatur ich gelegentlich blättere....

 

"Wir brauchen nicht so fortzuleben, wie wir gestern gelebt haben. Machen wir uns von dieser Anschauung los, und tausend Möglichkeiten laden uns zu neuem Leben ein."
Christian Morgenstern.
Derzeit von Karen Duve auf der Bestsellerliste: Anständig essen - Ein Selbstversuch. Sie hat nacheinander biologisch, vegetarisch, vegan und fruktarisch gegessen und ihre Gedanken dazu locker flockig lesbar niedergeschrieben. Da ich seit einem Jahr vegan koche, also beim Kochen keinerlei Tierprodukte verwende, mir das zwar Riesenspaß macht, ich mich damit aber doch ein wenig einsam fühle, habe ich Karen Duves Buch gekauft und gelesen. Sehr ermutigend für unsereins, die interessiert sind, wie eine Kuh sich fühlt und die sie glücklich wünscht. Ja, und eines der Kapitel beginnt mit diesem Zitat von Morgenstern. Nehmen Sie es doch als Anstoß einmal hineinzusehen, vielleicht lesen Sie sich fest und kriegen genau wie ich Experimentier- und Entdeckerfreude am veganen Kochen.

 

"Ich mache nichts. Ich denke nie, ich sei es, der dafür sorgen müsse, dass die Kirschen Stiele bekommen."
Dies schrieb, oder besser: hat schreiben lassen, Cark Gustav Jung in seinem Werk "Erinnerungen, Träume, Gedanken". Dieses Buch beweist einmal mehr, dass es sich lohnen kann, die Klassiker anzupacken. Manchmal sind sie gar nicht öde, sondern voll Leben und voll Antworten auf die Fragen des Lebens. Und die Überlastung, die durch ein zu weitgreifendes Verantwortungsgefühl entsteht, ist ein verbreitetes Problem. Ist dieses kurze, knappe Statement nicht ein schöner Satz, den man sich sagen kann, wenn man sich wieder einmal dabei erwischt?

 

"Auch ist mir kein Weihnachten, wo es auch war, vergangen, ohne dass es hinter meinen geschlossenen Augen für eine Sekunde unbeschreiblich hell wurde."
Rainer Maria Rilke. Ein wunderschöner Satz - Danke Natascha!

 

"Der Verstand kann uns sagen, was wir unterlassen sollen. Aber das Herz kann uns sagen, was wir tun müssen."
Joseph Joubert, ein mir bisher unbekannter Franzose, der von 1754-1824 gelebt hat. Gefunden habe ich es in der Freundin, 23/2010

 

"Zufall ist das bekannte Ergebnis unbekannter Ursachen."
Von Voltaire. Ist eine wirklich griffige Sache, finde ich. Klingt gut, scheint richtig und wird immer gern zitiert.

 

"Bildung ist die gesteigerte Fähigkeit, jedem Gegenstand ein Interesse abzugewinnen."
Gerhard von Mutius. Ergänzen könnte man vielleicht noch: ..und Zusammenhänge herzustellen.

 

"Vergeude keine Zeit mit der Suche nach Hindernissen. Vielleicht ist keines da."
Franz Kafka. Das hab ich zufällig im Buchladen als Magnet-Täfelchen gefunden. Hängt jetzt am Kühlschrank.

 

Lebe jeden Tag, also ob das Leben ewig währen würde.
Dies ist von mir. Also ein etwas peinliches Selbstzitat. Ich war aber so glücklich, als mich diese Erkenntnis durchfuhr, dass ich Sie daran teilhaben lassen möchte.

 

„Das Beste, was man hoffen kann zu vollbringen, ist, den anderen an das zu erinnern, was er bereits weiß.“
Das ist meine Beratungsphilosophie auf den Nenner gebracht! Und wer hat das getan? Kein geringerer als Platon.

 

„...wir alle erreichen irgendwann einen Punkt, an dem wir stehen bleiben. George geht weiter, er hat keine Angst zu wachsen.“
Nick Clooney, Vater von George Clooney, im Kultur SPIEGEL, August 2008

 

„Do it wrong, but do it fantasticly!“
Royston Maldoon, Wolfenbüttel, Mai 2008
Hier ein Originalzitat, welches ich aus einem Workshop mitgenommen habe. Weil es so befreiend ist!

 

„....man muss vorbereitet sein und wissen, was man tut, wer man ist und was man will. Man muss immer(...) seine Schauspieler-Hausaufgaben machen.“
Gwyneth Paltrow, rtv-Magazin, Mai 2008
Gilt nicht nur für SchaupielerInnen, sondern für alle, die auftreten, in welchem Kontext auch immer.

 

„Wenn ich eine Landschaft sehe oder ein bestimmtes Licht, dann fange ich die Schönheit ein, dann werde ich wie sie.“
Juliette Binoche, Elle, März 2008
Ist sie nicht wunderbar?

 

„Freundlichkeit ist eine ganz und gar unterschätzte Qualität.“
Milena Moser in „Schlampenyoga, Seite 113
Ein übrigens in jeder Hinsicht lesenswertes Buch. Es ist so wie ich Bücher liebe: Es hat Tiefgang und inhaltlichen Reichtum unter einer leichten, anmutigen Oberfläche.....

 

„Im Alter werden die Prüfungen härter.“
Goethe, als Tagespruch in der Mainzer Allgemeinen, Juni 07

 

Sind Sie schusselig, vergesslich und gelegentlich desorientiert?
Dann hab ich hier etwas Schönes für Sie:
„Zerstreutheit ist ein Zeichen von Güte und Klugheit. Dumme und boshafte Menschen sind immer geistesgegenwärtig.“
Ist vielleicht was Wahres dran.
Das Zitat stammt von Charles von Ligne, gefunden habe ich es in der Mainzer Allgemeinen Tageszeitung am 25.09.06.

 

„Niemand ist verpflichtet, eine Krise der Gesellschaft mitzumachen. Sondern im Gegenteil.“
Diesen Satz habe ich in einem Vortrag gehört und hier nach dem Gedächtnis zitiert; von wem er stammt habe ich akustisch nicht verstanden.
Ja, gegen die Krisen stemme ich mich. Die WM habe ich aber genossen - endlich einmal keine Krise.

 

„Ich verstehe nicht, warum einige Menschen den Drang haben, ihr Gegenüber immer mit etwas zu konfrontieren. Warum? Konfrontiert euch doch erst einmal mit euch selber.“
So gesagt von Alexandra Maria Lara im aktuellen Magazin Galore Vol 15.
Es ist sicher kein Zufall, dass dies eine Schauspielerin sagt. Ich bin auch durch den Wolf gedreht worden. Deswegen lege ich so viel Wert darauf, in Seminaren oder Vorträgen niemanden zu konfrontieren und auch gegenseitige Konfrontationen der TeilnehmerInnen zu verhindern.
Das einzige, was uns weiterbringt, ist wirklich die Konfrontation mit uns selber. Sie ist auch die härteste. Die Konfrontation anderer ist nur eine Ersatzhandlung und nicht produktiv, sondern destruktiv.

 

„...meine Zuneigung zu rücksichtslosen Menschen nimmt stetig ab.“
Cordula Stratmann in derselben Galore.

 

„Schauspielen ist nichts anderes, als man selbst zu sein - in der Situation eines Fremden.“
Diesen Satz von Jürgen Vogel habe ich im Magazin mobil" der DB gefunden. Jürgen Vogel ist der Schauspieler mit den herrlich schiefen Zähnen und dem hohen Unterhaltungswert.
Und was er sagt, stimmt für alle Auftritte: Es gilt, man selbst zu bleiben in welcher Situation aus immer.

 

„Das Wichtigste was Frauen tun können, um mehr Macht und Einfluß zu gewinnen, ist gut über andere Frauen sprechen.“
So gesagt von Maria Rauch-Kallat , Ministerin für Gesundheit und Frauen in Österreich, auf dem internationalen Kongress des EWMD in Berlin, am 10.09.2005.
Aus dem Englischen übersetzt von mir.
Diese Frau ist ein echtes Role-Model.

 

 

„Das Körpergewicht gehört zu einem Menschen wie seine Lebenserfahrung. Es ist gut möglich, dass er auf manche Erfahrungen gerne verzichtet hätte, aber sie gehören zu ihm.“
Ernährungsexperte Udo Pollmer im Magazin der Frankfurter Rundschau vom 23.04.05

 

„Seitdem höre ich nicht mehr auf Menschen, die mir ein schlechtes Gefühl vermitteln.“
Topmodel Gisele Bündchen im Fernsehmagazin meiner Zeitung, rtv 03/2005
Ich auch nicht, jedenfalls arbeite ich daran.

 

„Ich habe das Gefühl, dass ich mich nicht weiterentwickeln kann, wenn ich immer nur in Rollen schlüpfe.“
Ein wahres Wort von Renee Zellweger, gefunden in der InStyle 1/05.
Den Rollen, die uns das Leben präsentiert, gerecht zu werden durch Spielen, bedeutet immer Anpassung von sich selbst an von außen Vorgegebenes. Wenn wir also verschiedene Lebensrollen spielen, was notwendigerweise so ist und darüberhinaus gleichzeitig, bleibt von uns selbst am Ende höchstens der kleinste gemeinsame Nenner dieser Rollen. Fassen wir doch die Rollen nicht als solche, sondern als Funktionen auf, die wir auf unsere persönliche Weise erfüllen. Dann haben wir die Chance, dass sich zuletzt eine Summe unseres Tuns addiert, die mehr ist als ihre Einzelteile.

 

„Ich diskutiere nicht mit mir.“
Das ist das eines der Erfolgsgeheimnisse von Karl Lagerfeld.
Zur Zeit denke ich jeden zweiten Tag an diesen Spruch, weil ich nämlich angefangen habe zu joggen.....

 

„Es ist ungeheuer wichtig, sich das Altwerden zu gestatten.“
Erika Pluhar im Chrismon“ Magazin 12/2004
Dem ist nichts hinzuzufügen.

 


„Wieso seelenruhig?“ sagte Frank. „Seit wann bin ich seelenruhig dahingegangen? Seit wann habe ich überhaupt mal irgend etwas in meinem Leben seelenruhig getan.“
Und Sie? Haben Sie schon einmal etwas seelenruhig getan?
Dies ist für mich einer der Schlüsselsätze aus dem neuen Roman von Sven Regener „Neue Vahr Süd“. Er steht auf Seite 299.


Diesen Satz habe ich am 20.09.04 in HR2 gehört. Ich weiß leider nicht von wem er stammt, ich zitiere aus dem Gedächtnis:
„Das Interessante an der Kommunikation ist nicht, ob sie gelingt oder nicht; interessant ist nur, ob sie fortgeführt wird.“
Ich habe eine Weile gebraucht, um zu verstehen, was damit gemeint ist. Jetzt denke ich aber über all die scheinbar gelungenen Kommunikationen nach, die aber nicht fortgeführt wurden. Und ich frage mich, warum.


Esther Schweins im Magazin der Frankfurter Rundschau vom 03.07.04.
Es ging um die Frage des Umgangs mit öffentlicher Aufmerksamkeit:
„Es gab ein Missverhältnis zwischen Status und Inhalt.(....)So lange ich nicht das Gefühl hatte, das ich diesen Schein ausfüllen konnte, mit substantieller Arbeit, war es (ihre Prominenz, M.Z.) wie eine feindliche Übernahme meiner Person.“


Prof. Gertrud Höhler auf dem EWMD-Jahreskongress 2004 in München:
"Die Wertschätzung der Frauen in der Gesellschaft entspricht der Wertschätzung der Gesellschaft für sich selbst.“

 

Anke Engelke im Spiegel-Interview, Ausgabe 13, 22.03.2004.
„Wenn meine Haltung stimmt, kann nichts passieren.“
Ja, genau so empfinde ich das auch: Die eigene Einstellung zu dem was man sagt und tut zu kennen und zu akzeptieren macht unverwundbar.

 

Leonard Lansink (spielt den Privatdetektiv Wilsberg in der gleichnamigen Fernsehserie) in irgendeiner Fernsehzeitung.
Seine Devise als Schauspieler sei es „sich nicht beim Schauspielen erwischen (zu) lassen.“
Diese geniale Maxime ist auf jeden öffentlichen Auftritt übertragbar: Wer nichts vorspielt, kann auch nicht erwischt werden.

 

Hier ein Trost für PerfektionistInnen und alle, die sich quälen, weil sie das Optimale wollen:
„Qualität ist niemals Zufall, sondern ausnahmslos das Ergebnis angestrengten Nachdenkens.“
Diesen Satz hat irgendein kluger Mann, dessen Namen ich vergessen habe, weil ich ihn ansonsten nicht kannte, gesagt. Gefunden habe ich ihn als Spruch zum Tage in der Mainzer Allgemeinen Zeitung.